GDMB

18. ABK – Aachener Altlasten- und
Bergschadenkundliches Kolloquium

Herausforderungen für den Braunkohlenbergbau

am 28. Juni 2016 in Aachen

 

 

 

Für den Steinkohlenbergbau wird schon länger die Frage der Ewigkeitslasten diskutiert. Langsam rückt auch das Ende des Braunkohlenbergbaus ins Blickfeld. Manche fordern ihn auch schon vor dem Ende von Garzweiler II im Jahre 2045.

Aktuell wurden die Folgewirkungen des Braunkohlenbergbaus durch ein Beben bei Bergheim am Rande eines früheren Tagebaus, der inzwischen verfüllt wurde, bei dem aber die Wasserhaltung in den letzten Jahren stärker reduziert wurde. RWE erklärte, die entstandenen Schäden schnell und kulant ersetzen zu wollen und damit zu seiner Verantwortung zu stehen. Wie weit reicht diese aber? Welche Räume werden erfasst, wenn es um die Grundwasserabsenkung und den -wiederanstieg geht? Nähere Rechtsprechung gibt es bislang lediglich zur Frage des Grundwasserwiederanstiegs und der Vernässung von Häusern, und zwar nur bezogen auf die kommunale Haftung.

Dieses Kolloquium versucht, technische Lösungen aufzuzeigen und näher die rechtliche Verantwortung zu beleuchten. Dies alles erfolgt vor dem Hintergrund der Zukunft der Braunkohle im Energiemix. Danach richtet sich, wie lange Braunkohle in Deutschland noch abgebaut wird und ab wann damit ausschließlich die Frage der Folgeverantwortung auftritt.

Programm

Download Programm und Anmeldeformular als PDF-Datei

Stand: 18.3.2016, Programmänderungen und -ergänzungen vorbehalten

Montag, 27. Juni 2016

19.00 Uhr Get-together im Magellan, Pontstraße 78, 52062 Aachen

Dienstag, 28. Juni 2015

9.00 UhrEinführung
9.15 UhrPeter Franke, Viezepräsident der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bonn:
Rahmenbedingungen für den zukünftigen Energiemix
9.45 UhrRA Dr. Thorsten Diercks, VRB, Berlin:
Die Rolle der Braunkohle
10.15 UhrDr. Alexandra Renz, Staatskanzlei NRW, Referat III B 4 – Braun- und Steinkohleplanung, Energiestandorte, Düsseldorf:
Leitentscheidung zur Zukunft des Rheinischen Braunkohlenreviers / Garzweiler II
10.45 UhrKaffeepause
11.15 UhrWerner Grigo, Bezirksregierung Arnsberg, Dortmund:
Vom Braunkohlentagebau zum Restsee - Steuerung eines kontrollierten Grundwasserwiederanstiegs im Genehmigungsverfahren zur Herstellung der Restseen
11.45 UhrDr. Berthold Viertel, RWE Generation SE, Essen:
Rechtsfragen bei Grundwasserabsenkung und Grundwasserwiederanstieg
12.15 UhrProf. Dr. Axel Preuße, Dr. Ralf Schulte, Daniel Beckers, RWTH Aachen, Institut für Markscheidewesen, Geophysik und Bergschadenkunde im Bergbau:
Analyse von Bodenbewegungen im Rheinischen Braunkohlenrevier
12.45 UhrMittagspause
14.00 UhrMarkus Poths, RWE Power AG, Köln:
Aktuelle Themen der Bergschadensbearbeitung im Rheinischen Revier
14.30 UhrOberstaatsanwalt a.D. Robert Deller, Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle NRW, Grevenbroich:
Anrufungsverfahren – Beschönigen von Konflikten oder ein Weg zu konsensualen Lösungen?
15.00 UhrProf. Dr. Walter Frenz, RWTH Aachen, Berg-, Umwelt- und Europarecht:
Haftung für Beben durch Grundwasserwiederanstieg
15.30 UhrKaffeepause
15.45 UhrRA Prof. Dr. Alexander Schink, Kanzlei Redeker, Sellner, Dahs, Bonn:
Die Finanzierungslast für bergbauliche Nachsorge – das Beispiel der Rheindeiche
16.15 UhrDr. Peter Vossen, , RWTH Aachen, Institute of Mineral Resources Engineering:
Leitbild einer multifunktionalen Seelandschaft durch Transformation des Braunkohletagebaus Inden
16.45 UhrSchlusswort